Holztrocknung

Grundsätzlich sollte nur trockenes Holz (dass heißt mit einem Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 20%) verheizt werden.

Das Verbrennen von waldfrischem Holz (Feuchtigkeitsgehalt um die 50%) führt zu Umweltbelastungen durch unvollständige Verbrennung.

Zudem mindert die Energie, die zur Verdunstung der Feuchtigkeit benötigt wird, den Brennwert. Heizen mit feuchtem Holz ist also sehr unwirtschaftlich. Grünes Holz hat nur die Hälfte des Heizwertes von trockenem Holz!

Um einen Feuchtigkeitsgehalt von 20% zu erreichen muss, das Holz mindestens zwei Jahre austrocknen. Um jedes Jahr getrocknetes Holz zur Verfügung zu haben, empfehlen sich beispielsweise drei Holzlager, die im Rotationsprinzip jeweils das Holz für eine Heizsaison aufnehmen:

Lager 1: Frisch geschlagenes Holz für den übernächsten Winter.

Lager 2: Ein Jahr getrocknetes Holz für den nächsten Winter.

Lager 3: Trockenes Holz für die aktuelle Heizsaison.

Nach Ende der Heizsaison ist ein Lager leer, und kann wieder frisch geschlagenes Holz aufnehmen.

 

Neben der Dauer der Trocknung sind auch die Umstände wichtig: 

  • Das Holz muss bereits zu Scheiten gespalten sein.
  • Das Lager sollte regengeschützt sein.
  • Die Sonne muss drankommen, also idealerweise nach Süden offen.
  • Die Scheite dürfen nicht zu dicht liegen, durchströmende Luft muss die verdunstende Feuchtigkeit mitnehmen.
Wer diesen ganzen Aufwand scheut, oder nicht genug Platz für die Lagerung hat:

Natürlich bietet der Holzhandel auch bereits getrocknetes Holz zum Verkauf an. Die Preise liegen dann allerdings leicht höher.